Kooperation zwischen Hochschule Ludwigshafen und Nagoya City Universität

Von Links: Prof. Dr. Rövekamp (Institutsleitung des Ostasieninstituts), Prof. Dr. Asai (Rektor der Nagoya City University) und Herr Chihara (Leiter der Internationalen Abteilung der Uni)
Von Links: Prof. Dr. Rövekamp (Institutsleitung des Ostasieninstituts), Prof. Dr. Asai (Rektor der Nagoya City University) und Herr Chihara (Leiter der Internationalen Abteilung der Uni)

Vertiefte Kooperation der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) und der Nagoya City Universität (NCU).

Bereits seit vielen Jahren besteht eine Verbindung zwischen der HWG und der NCU. Die Stadt Nagoya ist eines der bedeutendsten Industriezentren Japans. Zum Umland zählen Toyota und andere wichtige Unternehmen. Der Besuch des Rektors der NCU, Professor Kiyofumi Asai, der zugleich als Chefarzt des Universitätsklinikums dort fungiert, markierte eine neue Stufe vertiefter Zusammenarbeit mit der HWG.

Die Ursprünge der Kooperation gehen in die Nullerjahre zurück: Auf Initiative des Ostasieninstituts (OAI) wurde ein Abkommen zum Studierendenaustausch geschlossen. Seitdem gehen jährlich einige Studierende aus Ludwigshafen nach Nagoya, während Studierende von dort ein oder zwei Semester an der HWG verbringen. Schrittweise erstrecket sich die Kooperation dann auch auf den wissenschaftlichen Austausch. Forscher der NCU etwa nutzten die Einrichtungen des OAI für ihre Studien zum Strukturwandel in der Autoindustrie, während Nagoya Projekte des OAI zur Energiewirtschaft in Japan unterstützte.

Beim Besuch von Prof. Dr. Gunther Piller, Präsident der HWG, und Prof. Dr. Frank Rövekamp, Leiter des OAI, im März 2023 in Nagoya schließlich wurde eine strategisches Kooperationsabkommen unterzeichnet, das sich auf alle akademischen Bereiche bezieht. Schnell kristallisierte sich dann das Gesundheitswesen, insbesondere die Hebammenwissenschaft, als fruchtbares Feld heraus. So besuchte im Frühjahr 2024 eine Delegation der medizinischen Fakultät aus Nagoya die HWG für intensive fachliche Diskussionen mit den Wissenschaftlerinnen um Prof. Dr. Michaela Michel-Schuldt, Studiengangsleiterin des Masterprogramms Innovative Versorgungspraxis in der Pflege und im Hebammenwesen. Die teilweise unterschiedlichen Herangehensweisen der Gesundheitssysteme beider Länder und die Möglichkeiten des voneinander Lernens stehen im Fokus dieser Kooperation.

Der Besuch von Professor Asai, Rektor der NCU, unterstrich die Bedeutung der nun fortlaufenden Zusammenarbeit. Nach Eingangsgesprächen auf dem HWG-Campus, stand ein Programm des Krankenhauses der Diakonissen, Partnerklinik der HWG, in Speyer auf dem Programm. Dr. Asai zeigte sich beeindruckt von den Einrichtungen dort und von der Art und Weise, wie die Verzahnung von Wissenschaft, Lehre und Praxis in der Hebammenwissenschaft zwischen der HWG und der Klinik in Speyer umgesetzt wird. Weitere Gespräche fanden im OAI am Rheinufer statt; auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften wird der akademische Austausch fortgesetzt und intensiviert.

Für Dezember hat die NCU zu einer internationalen Konferenz in Nagoya geladen, an der drei Wissenschaftlerinnen von der HWG teilnehmen werden. Die Kooperation ist ein Muster Deutsch-Japanischer Zusammenarbeit vom Studierendenaustausch über Praxisprojekte bis zur Forschung.           

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