Auf sehr reges Interesse stieß eine Veranstaltung zur Unternehmensgründung, die am 16. Oktober vom Gründungsbüro unserer Hochschule in den Räumen des OAI veranstaltet wurde. Gegenstand waren dabei Tipps und Fallbeispiele zur Gründung von Unternehmen, insbesondere mit Bezug zum asiatischen Wirtschaftsraum.
Besonderer Höhepunkt waren die Vorträge zweier OAI Alumni, die erfolgreich eigene Unternehmen ins Leben gerufen haben:
Daniela Lange, OAI-Abschluss 2014, ist Geschäftsführerin der Japanista GmbH, die inzwischen als bedeutende Agentur für die Organisation von Japanreisen eine führende Marktstellung in Deutschland hat. Japan erlebt momentan einen nie dagewesenen Tourismusboom. Alles fing an mit einer Idee, einem Laptop und ein paar Kontakten nach Japan. Inzwischen schnüren etwa 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die unterschiedlichsten Reisepakete und koordinieren ein großes Netzwerk von Reisleitern, Hotels, Restaurants, Kultureinrichtungen und Busunternehmen.
Ralf Marohn, mit Abschluss 1992 ein „OAI-Mann der ersten Stunde“, steht bereits seit dieser Zeit der Far Eastern Consulting vor, deren Kerngeschäft die Beratung von Unternehmen für den Markteintritt und die Geschäftsentwicklung in China ist. Aus seinem umfassenden Erfahrungsschatz erläuterte Ralf Marohn dann an konkreten Fallbeispielen vom Küchenstudio bis zur Handelsgesellschaft Erfolgsfaktoren für das Chinageschäft.


Der Vortrag von Rechtsanwalt Richard Hoffmann weiterhin befasste sich mit rechtlichen Aspekten der Unternehmensgründung, während Rafael Pekmezovic von der IHK Pfalz die Unterstützungsmöglichkeiten der Handelskammer für Gründer aufzeigte.
Eine rege Diskussion schloss sich an die Vorträge an, wobei zahlreiche Fragen insbesondere von den Studierenden des OAI zu verzeichnen waren. Es scheint, dass nicht nur traditionelle Karrierewege in größeren Unternehmen auf dem Wunschzettel der künftigen Absolventinnen und Absolventen stehen, sondern durchaus auch die vielfältigen Herausforderungen von Neugründungen reizen. Abschließend gab Institutsleiter Prof. Dr. Frank Rövekamp seiner Hoffnung Ausdruck, dass aus den Reihen des OAI auch einmal ein „Einhorn“, ein Start-Up Unternehmen, das einen Marktwerk von 1 Mrd. € erreicht, erwachsen möge.